Der Bramwald

Als geschlossenes Waldgebiet erstreckt sich der Bramwald von Hann. Münden im Süden bis zum Schwülmetal im Norden auf einer Länge von ca 20 Km, in der Breite zwischen 2 u. 6 km u. einem Höhenunterschied von 100 m ü. NN im Wesertal bis 410 m ü. NN auf dem Totenberg.
Er umfasst ca. 8500 ha ( ca. 3500 ha Landesforsten) Waldfläche Die Hälfte dieser Waldflächen wird durch Revierförsterei Bursfelde betreut.
Die Waldbestände sind überwiegend durch Buchen geprägt, eingesprengte Nadelhölzer lockern das Bild auf.
Der Bramwald ( Grenzwald ) ist ein sehr altes Waldgebiet. Schon Tacitus beschrieb ihn zu seiner Zeit. Als undurchdringlicher Wald wird er zur Zeit Karl des Großen beschrieben. Trennte er doch das Gebiet der Franken u. Sachsen.
Auch heute sind noch zahlreiche Zeugen der Siedlungsgeschichte wie Waldglashütten, Köhlermeiler, Eisenhämmer, Wüstungen u. Burganlagen im Bramwald zu finden.
Alte Hutewälder weisen auf die Waldbewirtschaftung vergangener Jahrhunderte hin.
Heute wird der wertvolle Rohstoff Holz bis nach Asien geliefert.
Kernbereiche des Natur- u. Artenschutzes sind der Totenberg, das Nieme- u. Steimkebachtal.
Im Naturwald `Totenberg `mit einer Kernzone von 82 Ha. gilt seit über zwanzig Jahren ein generelles Nutungsverbot, er wird sich selbst überlassen. Der gesamte Bereich ist durch Schilder gekennzeichnet und darf nicht betreten werden.
Der Naturwald ist weiterhin Bestandteil eines Flora- Fauna Habitatbebietes von ca. 600 Ha Größe.
In diesem so genannten FFH- Gebiet ist nur eine eingeschränkte forstl. Nutzung möglich, der Natur- u. Artenschutz hat Vorrang.Die traditionelle naturgemäße Bewirtschaftung der Wälder bietet einer artenreichen Tier- u. Pflanzenwelt Lebensraum. Neben seltenen Pflanzen, Moosen, Flechten u. Farnen sind inzwischen die früher typischen Waldbewohner wieder heimisch geworden.
So haben die Wildkatze, der seltene Schwarzstorch, der Eisvogel, Kolkrabe, Wanderfalke,
Uhu u. verschiedene Fischarten wieder eine Heimat gefunden.
Zwischenzeitlich stattet sogar der Wolf dem Bramwald einen Besuch ab.
Ein gut erschlossenes Wegenetz lädt zu entspannten Wanderungen ein.